Sonntag, 15. November 2009

Bausünden und wahre Schönheit

Es gibt das Sprichwort: "Über Schönheit läßt sich streiten". Wenn es um Detailfragen und Nuancen geht, mag dies sicherlich zutreffen. Schönheit ist aber nicht etwas rein Subjektives. Schönheit ist letztendlich objektiv. Tausende von Besuchern strömen täglich durch den Kölner Dom und bewundern die Schönheit dieser Kathedrale ganz egal welcher Religion die Besucher angehören. Besucher sind oft schon mit mehreren Kameras bewaffnet und bestaunen die Proportionen und Formen des gotischen Baustils. Nicht nur das Auge erlebt die Schönheit sondern auch die Ohren durch den besonderen Hall in solchen Kathedralen. Die Schönheit existiert hier wohl nicht nur im Auge des Betrachters sondern ist dem Objekt innewohnend.

Der Kult der Häßlichkeit
Manche Bauten scheinen jedoch eine häßliche Ausstrahlung zu haben. Ich denke an die seelenlosen Plattenbauten des Kommunismus. Das bloße Betrachten bedrückt den menschlichen Geist. Hierunter sind auch die Baustile des Brutalismus und der Moderne zu zählen, wo oft nur nackte kantige Betonfassaden zu sehen sind. Es ist zwar schlimm, daß in Deutschland Kirchen zum Verkauf oder zum Abriß freigegeben werden. Aber mir ist aufgefallen, daß überwiegend solche Kirchengebäude veräußert werden, die diesen modernen und brutalistischen Baustil haben. Eine Ausstrahlung von Häßlichkeit haben auch viele Firmengebäude, weil sie geschäftsmäßig kalt und unnatürlich wirken, so daß sich der Mensch beim Anblick schon bedrückt fühlt. Wahre Schönheit hat jedoch auch etwas mit Natur und Natürlichkeit zu tun. Als Bausünde bezeichnen wir solche Bauten, die sich nicht in das Orts- oder Landschaftsbild anpassen. Diese Bauten wirken deplatziert.

Beispiel: Nordeifel
Die Region Eifel ist ein Naherholungsgebiet mit großen Waldgebieten und zahlreichen kleinen Dörfern, die schön in das natürliche Bild eingepaßt sind. Aber der Kult der Häßlichkeit macht auch vor der natürlich schönen Eifel keinen Halt. An immer mehr Stellen in der Eifel machen sich amerikanische Schnellfraßketten breit und errichten ihre Freßtempel mit der dazugehörigen ca. 30 Meter hohen "Götzensäule" mit dem goldgelben Doppelbogen. Es ist das Paradebeispiel der Häßlichkeit, wenn diese abscheuliche Götzensäule schon von weitem zu sehen ist vor dem Hintergrund grüner Waldlandschaften. McDonalds und Burger King sind in der Eifel deplatziert, denn sie passen nich in das Orts- und Landschaftsbild. Eine klassische Bausünde. Wo am Ortsrand der Stadt Mechernich einst Wald und Wiesen waren, prangt nun ein Burger King und daneben eine Spielhölle. Ein Laster kommt selten allein. Alles befindet sich auf einem künstlich aufgeschütteten Wall. Darüber thront die ca. 25 Meter hohe "Götzensäule" mit beleuchtetem Display. Ein schmerzhafter Farbkontrast ist das natürliche Grün der umgebenden Wälder und das typische eloxalsilber der metallenen Neubauten. Die Dominanz von silbergrau erinnert an das Bibelwort in 1. Kor. 13,1: "Wenn ich .. keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle." Lieblos und geschäftsmäßig unterkühlt. Die Architektur zeugt vom Charakter.

Häßlichkeit ist Trumpf.
Deshalb wird auch im Nachbarort Kommern umgerüstet auf Konsumgesellschaft nach amerikanischem Vorbild. Das örtliche Kloster ist sowieso schon längst geschlossen und verkauft. Aber für ein neues McDonalds und andere Geld-Vergeude-Stätten ist natürlich Geld da. Wenn man in der Landschaft der Eifel wandert, sieht man nun auch immer mehr Abfall von amerikanischen Schnellfraßtempeln am Wegesrand liegen. Trinkbecher und Wickelpapier werden links und rechts achtlos auf die Wege geworfen. Hier gehört Pfand oder Luxussteuer drauf, denn Schnellfraß hat nichts mit der gesunden, ausgewogenen Ernährung zu tun. Es handelt sich m. E. um ein Genußmittel und nicht um ein Lebensmittel. Entsprechend muß die Besteuerung ausfallen.

Pflichtlektüre für Stadtplaner und Architekten
Da es ein gutes Werk ist, für gute Bücher zu werben, möchte ich dies hier tun, und besonders den Stadtplanern, Architekten, Bauamtsleitern, Stadträten und Erschließungsfirmen folgende Bücher zur Bestellung und Lektüre empfehlen:













Gesellschaftsschäden aus den USA
Da ich selber fast neun Jahre in den USA gelebt habe, muß ich feststellen, daß mit den Schnellfraßtempeln weitere Probleme zusammenhängen wie Fettleibigkeit, Faulheit, Genußsucht und Undankbarkeit zu Gott. Hinzu kommt der negative soziale Einfluß, weil sich oft Jugendliche dort herumtummeln und sich negativ (gelangweilt, ausgelassen, aufsässig) verhalten. Dies gilt besonders in den späten Abendstunden. Ältere, konservativere Amerikaner haben da bessere Ansichten, denn sie bezeichnen diese Freßtempel als "hellhole" (Höllenloch). Dort werden gottlose DVDs ausgeliehen. Kinder werden manipuliert durch die Spielzeuge, die oft in die Freßtüten hineingelegt werden, da die Spielzeugfiguren häßlich aussehen und unsittsam gekleidet sind. Die Ansiedlung von solchen Freßtempeln ist nicht nur eine Bausünde, sondern schadet auch der Jugendpflege.

Was ist echte Schönheit?
Schön ist das, was gefällt. Häßlich ist das, was mißfällt. Schön ist das Gute, und das Gute kommt aus Gott. "Aus Zion, der Schönheit Vollendung, erscheint Gott im Lichtglanz." Psalm 50:2. In der Gegenwart Gottes wohnt eine unbeschreibliche Schönheit. Je näher wir bei Gott sind, desto mehr von dieser Schönheit können wir erahnen. Im Buch Offenbarung lesen wir diverse Beschreibungen der Schönheit um Gottes Thron (Offb. 4 & 5, 21, 22). Die erste Erwähnung von Schönheit in der Bibel ist in 2. Mose 28:2. Hier wird von den Priesterkleidern Aarons gesprochen, die zur Ehre und zur Zierde dienen sollen. Hier wird Schönheit verbunden mit Heiligkeit. Der Hohepriester heiligte das Volk und brachte Sühnopfer, um es mit Gott zu versöhnen. Der Hohepriester ging einmal im Jahr in das Allerheiligste der Stiftshütte zur Versöhnung des Volkes. In diesem Allerheiligsten ruhte die Gegenwart der Herrlichkeit Gottes. Wahre Schönheit hat also etwas heiliges und priesterliches und somit Zugang zur Herrlichkeit Gottes (5:1).

Heiligkeit macht schön
Drei Frauen werden im Buch der Offenbarung erwähnt. Israel personifiziert in Maria (Offb. 12). Die Hure Babylon (trügerische Schönheit ohne Heiligkeit, Offb 17,18). Die Braut Christi (Gemeinde Jesu, Offenbarung 19). Die wahre Schönheit der Braut Christi ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Wir sollen den Herrn anbeten in der "Schönheit der Heiligkeit" ("beauty of holiness", King James Bibel). Dieser Begriff wird viermal in der Bibel erwähnt in 1. Chr. 16:29, 2. Chr. 20:21, Ps. 29:2, Ps. 96:9. Betet den Herrn an in heiligem Schmuck! Im Alten Bund sind damit auch die Kleider der Priester gemeint, die an der Stiftshütte und im Tempel dienten. Wahre Schönheit leitet sich also aus Gottes Heiligkeit ab. Wenn man also von Gott abfällt, dann verliert man die wahre Schönheit. Der Kult der Häßlichkeit ist entstanden, und er offenbart sich überall, wo das Böse gut und das Gute böse geheißen wird. Das schlägt sich dann auch in der Architektur nieder. Es gibt "Kirchen", deren bloße Architektur nicht anderen ist, als eine Auflehnung gegen Gott. Auch in der Musik ist der Kult der Häßlichkeit bemerkbar. Musik soll dazu dienen, Gott zu ehren. Deshalb ist die Musik von Johann Sebastian Bach auch heute noch weltbekannt. Die Häßlichkeit regiert in den Musikrichtungen, die Gott nicht ehren. Rock und Rap-Musik, deren Texte stets in Auflehnung zum neuen Gehorsam in Christus stehen, drücken schon durch Rhythmus, Takt und mangelnder Harmonie Häßlichkeit aus. Die Musik erzeugt häßliche aufgewühlte Emotionen, die Menschen aggressiv, lasziv und rebellisch macht. Lieber Flug- und Maschinenlärm als unheilige, häßliche Musik.

Die 2:1-Regel - Das Maß der Schönheit
Heute benutzt die Fotografie die 2:1-Regel, um ein "schönes Foto" zu erstellen. Man soll das Foto in 3 horizontale und vertikale Linien teilen und das Motiv bzw. den Horizont an den Trennlinien der Drittel ausrichten. Diese Regel stammt jedoch nicht von Fotografen, sondern von Gott, denn überall in der Bibel begegnet uns diese Regel von Genesis zu Offenbarung. Wir sollen Gott in der Schönheit der Heiligkeit anbeten. Dazu müssen wir verstehen, daß das Heiligtum Gottes auch 2:1 geteilt ist. In der Stiftshütte Moses sowie im späteren Tempel war das Heilige vor dem Vorhang zweimal so groß wie das Allerheiligste, in dem die Bundeslade stand. Gott teilt sein Heiligtum 2:1. Das Heiligtum befindet sich wiederum in einem Drittelbereich des Vorhofs (2. Mose 25-27). Wenn wir regelmäßig über das Wort Gottes nachsinnen, kann Gott uns zeigen, inwiefern diese 2:1-Teilung auf praktische Situationen und Lebensbereiche angewandt werden kann. 2:1-Teilungen treten immer wieder in der Bibel auf.

Schönheit der Schöpfung zeugt vom Schöpfer
Es ist auffällig, daß Kinder oft in ihren Zeichnungen und Bildern die Natur abmalen - Pflanzen, Bäume, Tiere und Menschen. Die Schönheit, die vom heiligen Gott stammt, ist auch in der Natur reflektiert trotz der Entstellung durch die Vergänglichkeit. Schön sind die Bilder und Kunstwerke, die die Schönheit der Natur wiedergeben. Häßlich ist die Kunst, die weder Proportion, Klarheit, Stimmigkeit, Perspektive oder Natürlichkeit kennt.

Ursprung der Häßlichkeit
Die Vergänglichkeit in der Natur jedoch kam aus der Sünde und letztlich aus der Auflehnung Satans gegen Gott. Satan war einst Luzifer, der schützende Cherub (ein Engelwesen). Er wurde als das Siegel der vollkomenen Schönheit bezeichnet (Hes. 28:11-19). Lesen Sie in diesen Bibelversen die Beschreibung von Kunst & Musik. Mit seiner überheblichen Auflehnung gegen Gott wurde Luzifer zum Satan. Aus der Schönheit wurde Häßlichkeit. Die Schönheit nutzt der Satan bewußt als Verführungsmittel. Satan wird als der Gott dieser Welt bezeichnet und steckt Satan hinter den irdischen Weltreichen mit ihrem Prunk. So beschreibt Hesekiel 28 gleichzeitig den Aufstieg und Fall vom Fürst von Tyrus sowie des Satans. Jesaja 12 beschreibt gleichzeitig den Aufstieg und Fall vom König von Babylon, der nur Synonym für Aufstieg und Fall des Satans ist. Mit eben dieser vermeintlichen Schönheit irdischer Reiche wollte der Satan den Herrn Jesus in der Wüste versuchen (Mt. 4:8-11). Wahre Schönheit beinhaltet aber stets die Heiligkeit Gottes. Sie betet Gott an und fällt nicht nieder vor Satan. Ohne Heiligung gibt es auch keine Heiligkeit. In einer Welt, wo Schönes zerstört wird und Häßlichkeit mit viel Geld aufgebaut wird, müssen wir unseren Sinn mit dem Schönen füllen. Wir werden in Philipper 4:8 angewiesen, darauf bedacht zu sein. Die Häßlichkeit, die sich häufig in Musik, Kunst und Architektur befindet, ist eine subtile Anti-Gott-Botschaft. Mancher schmucklose Kirchenbau der Nachkriegszeit sieht aus wie die architektonische Version von Psalm 14,1: "Der Narr spricht in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott." Achten wir auf das, was unseren Augen wohlgefällt. Enspringt das, was uns gefällt, der Heiligkeit Gottes? Schönheit ohne Heiligkeit ist Häßlichkeit. Das Unheilige kann niemals schön sein.

Samstag, 7. November 2009

3. November 2009 - Ein unheilvoller Tag für Europa

Ein unannehmbares Urteil,
ein unannehmbarer Vertrag.

Der ungerechte Vertrag
Es sind Finsternisse entstanden, als der Herr Jesus gekreuzigt wurde. Die 9. Stunde war die Todesstunde des Herrn, d. h. um 15 Uhr. Es ist kein Zufall, als der tschechische Staatschef Vaclav Klaus am Dienstag sagte: "Ich gebe bekannt, dass ich den Lissabon-Vertrag heute um 15.00 Uhr unterschrieben habe." Nach monatelangem Zögern und Verhandeln setzte der Euroskeptiker am Dienstag seine Unterschrift unter das Vertragswerk, das - im Gegensatz zum deutschen Grundgesetz - keinen Bezug zu Gott hat und die EU zu einer zentralen Verwaltungsdiktatur ermächtigt, die sich aufgrund der neuen "ausschließlichen Zuständigkeiten" tiefgreifend in die nationalen Angelegenheiten der Einzelstaaten einmischen kann. Vaclac Klaus kommentiert ganz richtig: "Mit dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages hört die Tschechische Republik auf, ein souveräner Staat zu sein." Am 3. November starb in Europa ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit, und die düpierten Massen beklatschten ihre eigene Entrechtung. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) spricht von einem "guten Tag für Europa". Das klingt schon makaber, wenn jemand so wirklichkeitsfremd ist.

Das ungerechte Urteil
Ausgerechnet an diesem Dienstag, den 3. November verkündigt der Europäische Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg ein Kruzifix-Urteil. Demnach verletzen die in Italiens Schulräumen angebrachten Kruzifixe die Menschenrechte. Im am Dienstag veröffentlichten Urteil heißt es, das obligatorische Anbringen des Symbols einer bestimmten Glaubensüberzeugung in Klassenzimmern beschränke unzulässig das Recht der Eltern, ihre Kinder in Übereinstimmung mit ihren Überzeugungen zu erziehen, sowie „das Recht der Kinder, zu glauben oder nicht zu glauben“. Die Alarmglocken läuten, wenn ausgerechnet das linksliberale EU-Regime auf einmal von den "Rechten der Eltern" spricht. Das ist blanker Hohn. Die Rechte der Eltern werden in diversen EU-Staaten mit Füßen getreten, weil Eltern systematisch daran gehindert werden, den christlichen Glauben ihren Kindern weiterzugeben. Linksliberale Familienhasser reduzieren die Weltbevölkerung, indem sie die Eltern nur noch als Zahlvater/-mutter brauchen, aber für die geistig-moralische Entwicklung gibt es verpflichtend ganztags staatliche Fremdbetreuung von Kita über Kindergarten bis Schule. Das widerstrebt den natürlichen Empfindungen der Liebe (2. Tim. 3:3). Wieviel Schmerz und Kummer müssen Eltern erleiden, wenn ihre eigenen Kinder in verpflichtender Fremdbetreuung entfremden. In einer freien Gesellschaft handeln die Schulen nur im Auftrag der Eltern. Heute bleiben die Eltern außen vor. Wenn sie widersprechen, gibt es Beughaft, Behördenterror oder Sorgerechtsentzug.Der Rechte der Eltern werden in Deutschland außerdem noch durch die staatlich geförderte Sexualisierung an Schulen verletzt. Wer wirklich wissen will, was die "Rechte der Eltern" sind, muß sich die vatikanische Charta für Familienrechte durchlesen.

Verlust der Identität
Der Tag wird kommen, an dem sich die Europäer wünschten, sie hatten nicht über die Iren gespottet, als sie "NEIN" sagten beim Referendum über den Lissaboner Vertrag. Sie werden sich wünschen, sie hätten Professor Schachtschneieder und Peter Gauweiler von der CSU ernst genomen, als sie gegen den Lissaboner Vertrag klagten beim Bundesverfassungsgericht. Die konservativen EU-Skeptiker werden stets belächelt, aber den Europäern wird das Lachen bald vergehen, wenn nämlich die Brüsseler Verwaltungsdikatur einen rauheren Ton wählt und mit eisernem Regiment den Vorrang von EU-Recht auf Biegen und Brechen durchsetzt. Am 3. November haben die Europäer einen kleinen Vorgeschmack davon bekommen. Die Unterschrift von Vaclav Klaus war noch nicht trocken, da kam auch schon die erste Machtdemonstration der neuen EU. Diese EU hat sich losgesagt vom christlichen Erbe Europas. Das Urteil gegen die Kruzifixe in Italiens Schulräumen ist eine Kampfansage gegen dieses christliche Erbe und die nationale Identität der europäischen Völker. Die italienische Bildungsministerin sagt mit Recht: "Niemandem, und schon gar nicht einem ideologischen europäischen Gericht, wird es gelingen, unsere Identität zu unterdrücken." Ein Vatikansprecher kommentiert: „Dieses Europa des dritten Jahrtausends nimmt uns die wertvollsten Symbole weg und lässt uns nur noch die Kürbisse des Halloween-Festes.“ Wenn man die italienische Situation als Präzedenzfall nimmt, dann ist es durchaus denkbar, daß die EU auch Anstoß an den religiösen Feiertagen in Deutschland nimmt. Sollten dann nicht auch alle Feiertage europaweit normiert werden und rein säkular definiert werden? Da sich die EU anmaßt, eine "Wertegemeinschaft" zu sein, muß sie ja auch entsprechend ihre Werte feiern. Die Anzahl der Feiertage wird die EU wohl reduzieren müssen, um die Steuereinnahmen zu erhöhen, und die Globalisierung kennt keine Ruhetage - nur W€rktag€. Wer nicht den normierten Werten der EU entspricht, muß mit Sanktionen rechnen. Der Lissaboner Vertrag ist die Grundlage eines solchen Regimes.

Fehlgeleiteter Idealismus
Viele Menschen könnnen nicht mehr differenzieren zwischen EU und Europa. Der Gedanke der europäischen Einigung entstand vor dem Hintergrund zweier Weltkriege und jahrhundertelanger nationaler Verfeindungen. Die europäische Einigung wurde als Chance für ein friedliches Miteinander wahrgenommen. Leider hat man sich von dem "Europa der Bundesstaaten" distanziert und will stattdessen einen zentralistisch regierten Verwaltungsapparat der "Vereinten Staaten von Europa". Aus dem partnerschaftlichen Miteinander wird nun eine Zwangsheirat. Die EU-Regierung wird zum Haustyrann des europäischen Hauses. Die Demokratie hat zunehmend "symbolischen Charakter". Die Eurokraten akzeptieren kein "NEIN" zu ihren Wünschen. Wir sollten uns nicht zu dem Irrtum verleiten lassen, daß der einzige Garant des europäischen Friedens die erzwungene Linientreue zur EU ist. Loyalität und Friedenswille für Europa heißt nicht automatisch Loyalität zur EU. Das sind zwei Paar Schuh!

Gurken haben in der EU mehr Freiheit als Menschen
Bis 2008 hat die EU sogar noch den Krümmungsgrad von Gurken normiert. Als „maximale Krümmung“ wurden gerade mal zehn Millimeter auf 10 Zentimeter Gurkenlänge akzeptiert. Der Schöpfergott muß also zusehen, daß Er die Gurken gerade wachsen läßt, denn ansonsten verstößt der Schöpfergott gegen EU-Norm. Die Bibel sagt über Gott: "und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat uns viel Gutes getan und vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, unsere Herzen erfüllt mit Speise und Freude." Apg. 14:17. Wir sollten Gott für die Ernte und das Essen danken anstatt uns über die Krümmung von Gurken zu beklagen. Die EU hat diese Norm zur Krümmung von Gurken im Jahr 2008 zurückgenommen. Nun dürfen die Gurken wachsen und gedeihen ohne Einmischung der EU. Aber die EU-Bürger dürfen das nicht. Die Italiener dürfen kein Kruzifix in den Schulraum hängen. Die Bundesregierung darf sich nicht angemessen um die Erhaltung von Opel-Arbeitsplätzen kümmern. Die Entschließungen des europäischen Parlaments sind durchwachsen mit Antipathie für christliche Wertvorstellungen. Der Europarat verurteilt die biblische Schöpfungslehre. Der Europarat ist für Abtreibung als "Menschenrecht". Das europäische Parlament entschließt sich gegen "Homophobie" und verurteilt ein Jugendschutzgesetz in Litauen, das angeblich "homophob" sei. Die EU ist also nicht wertneutral. Sie normiert das Leben ihrer Untertanen und raubt ihnen das Recht auf ihre kulturelle und religiöse Identität. Sie zielt auf die allmähliche Kriminalisierung des Christentums. Wie entsetzlich ist der Gedanke, daß Millionen von Menschen in Europa sterben, ohne jemals das Evangelium gehört zu haben. Wo gedenken sie, die Ewigkeit zu verbringen? Wer nur ans Diesseits denkt, hat zu kurz gedacht. Lk. 12:13-21.

Wenn Jesus kommt ...
Jesus warnt uns vor einer säkularen Gesellschaftsordnung: "Und wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging; und die Sintflut kam und vernichtete sie alle. Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu: Sie aßen, sie tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten; an dem Tag aber, als Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle. Gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird." Lk. 17:26-29. Jetzt stellen sie sich das einmal bildlich vor! Jesus kündigt uns also seine zweite Wiederkunft schon im voraus an. Wir müssen jederzeit mit Ihm rechnen und so leben, daß wir stets in freudiger Erwartung seiner Wiederkunft in Herrlichkeit sein können. Möge diese Freude nicht durch Sünde getrübt sein. Wenn Jesus kommt, verlieren EU-Normen ihre Gültigkeit. Ich mache mir Sorgen um Menschen, die sich völlig im Netzwerk der menschlichen Betriebsamkeit verfangen haben ohne auch nur einen einzigen Gedanken an Gott zu verschwenden. Wie in den Zeiten Lots und Noahs sind die Menschen beschäftigt mit Arbeit, Beruf, Vergnügen, Shoppen am Sonntag, Wii, xbox, studiVZ, Sport, Fernsehshow, Zeitungen, Rauchen, Lotto usw. In allem denken sie nicht an Gott, danken sie Gott nicht, wollen Ihn nicht ehren, wollen Ihn nicht anerkennen, wollen Ihn nicht. Sie leben so, als würde es Ihn nicht geben. Wie werden sie reagieren, wenn auf einmal überraschend der alltägliche Lauf der Dinge ein Ende nimmt und der Herr Jesus wiederkommt, um Gericht zu halten? Die Gefahr der weltlichen Reizüberflutung ist also, daß Gott ausgeblendet wird. Insofern müssen wir auch das Konzept der EU i. S. einer gott-freien Zone ablehnen. Deshalb wäre es besser gewesen, wenn sich mehr Länder gegen den Lissaboner Vertrag und für ein Europa der Bundesstaaten engagiert hätten, in dem das Subsidiaritätsprinzip verwirklicht wird, so daß die EU den souveränen Einzelstaaten dient anstatt sie zu unterdrücken.

Frieden
"Wenn jemands Wege dem HERRN wohl gefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden." Sprüche 16:7. Woran hat Gott Gefallen?
Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Joh. 14:27. Worin besteht der Unterschied zwischen dem Frieden der Welt und dem Frieden, den Jesus gibt?
Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern HERRN Jesus Christus, durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll. Römer 5:1,2. Haben Sie diesen Frieden?
Friede ist also nich ein Produkt der Politik. Friede ist nie echt, solange der Mensch seine verderbte Natur hat, die in Feindschaft zu Gott steht. Er muß von neuem geboren werden, und das geschieht durch Gottes Gnade, wenn wir an Christus gläubig werden. Selig sind die geistlich Armen! Dieses Wort Jesu hat nichts mit dem Kontostand und nichts mit unseren geistigen Fähigkeiten zu tun, sondern mit unserer natürlichen Sündhaftigkeit. Das heißt, wir müssen Gott bekennen, daß wir Sünder (Römer 3:10,23) sind und unvermögend sind, uns selbst zu erlösen. Wir müssen Ihn anrufen, damit Er uns errettet (Römer 10:13). Allein durch das Wirken Jesu am Kreuz, erlangen wir Vergebung und Anteil an der göttlichen Natur. Und wenn sich die Europäer noch so sehr wandeln: Das Evangelium wandelt sich nicht. Bei Gott ist kein Wandel.

Ein Abschnitt dieses Artikels heißt "Wenn Jesus kommt". Es gibt ein sehr schönes geistliches Lied mit diesem Titel. Es wird in englischer Sprache gesungen von Lester Roloff. Ich bin dankbar, daß jemand dieses Lied im Internet veröffentlicht hat: