Der Kult der Häßlichkeit
Manche Bauten scheinen jedoch eine häßliche Ausstrahlung zu haben. Ich denke an die seelenlosen Plattenbauten des Kommunismus. Das bloße Betrachten bedrückt den menschlichen Geist. Hierunter sind auch die Baustile des Brutalismus und der Moderne zu zählen, wo oft nur nackte kantige Betonfassaden zu sehen sind. Es ist zwar schlimm, daß in Deutschland Kirchen zum Verkauf oder zum Abriß freigegeben werden. Aber mir ist aufgefallen, daß überwiegend solche Kirchengebäude veräußert werden, die diesen modernen und brutalistischen Baustil haben. Eine Ausstrahlung von Häßlichkeit haben auch viele Firmengebäude, weil sie geschäftsmäßig kalt und unnatürlich wirken, so daß sich der Mensch beim Anblick schon bedrückt fühlt. Wahre Schönheit hat jedoch auch etwas mit Natur und Natürlichkeit zu tun. Als Bausünde bezeichnen wir solche Bauten, die sich nicht in das Orts- oder Landschaftsbild anpassen. Diese Bauten wirken deplatziert.
Beispiel: Nordeifel
Die Region Eifel ist ein Naherholungsgebiet mit großen Waldgebieten und zahlreichen kleinen Dörfern, die schön in das natürliche Bild eingepaßt sind. Aber der Kult der Häßlichkeit macht auch vor der natürlich schönen Eifel keinen Halt. An immer mehr Stellen in der Eifel machen sich amerikanische Schnellfraßketten breit und errichten ihre Freßtempel mit der dazugehörigen ca. 30 Meter hohen "Götzensäule" mit dem goldgelben Doppelbogen. Es ist das Paradebeispiel der Häßlichkeit, wenn diese abscheuliche Götzensäule schon von weitem zu sehen ist vor dem Hintergrund grüner Waldlandschaften. McDonalds und Burger King sind in der Eifel deplatziert, denn sie passen nich in das Orts- und Landschaftsbild. Eine klassische Bausünde. Wo am Ortsrand der Stadt Mechernich einst Wald und Wiesen waren, prangt nun ein Burger King und daneben eine Spielhölle. Ein Laster kommt selten allein. Alles befindet sich auf einem künstlich aufgeschütteten Wall. Darüber thront die ca. 25 Meter hohe "Götzensäule" mit beleuchtetem Display. Ein schmerzhafter Farbkontrast ist das natürliche Grün der umgebenden Wälder und das typische eloxalsilber der metallenen Neubauten. Die Dominanz von silbergrau erinnert an das Bibelwort in 1. Kor. 13,1: "Wenn ich .. keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle." Lieblos und geschäftsmäßig unterkühlt. Die Architektur zeugt vom Charakter.
Häßlichkeit ist Trumpf.
Deshalb wird auch im Nachbarort Kommern umgerüstet auf Konsumgesellschaft nach amerikanischem Vorbild. Das örtliche Kloster ist sowieso schon längst geschlossen und verkauft. Aber für ein neues McDonalds und andere Geld-Vergeude-Stätten ist natürlich Geld da. Wenn man in der Landschaft der Eifel wandert, sieht man nun auch immer mehr Abfall von amerikanischen Schnellfraßtempeln am Wegesrand liegen. Trinkbecher und Wickelpapier werden links und rechts achtlos auf die Wege geworfen. Hier gehört Pfand oder Luxussteuer drauf, denn Schnellfraß hat nichts mit der gesunden, ausgewogenen Ernährung zu tun. Es handelt sich m. E. um ein Genußmittel und nicht um ein Lebensmittel. Entsprechend muß die Besteuerung ausfallen.
Pflichtlektüre für Stadtplaner und Architekten
Da es ein gutes Werk ist, für gute Bücher zu werben, möchte ich dies hier tun, und besonders den Stadtplanern, Architekten, Bauamtsleitern, Stadträten und Erschließungsfirmen folgende Bücher zur Bestellung und Lektüre empfehlen:
Gesellschaftsschäden aus den USA
Da ich selber fast neun Jahre in den USA gelebt habe, muß ich feststellen, daß mit den Schnellfraßtempeln weitere Probleme zusammenhängen wie Fettleibigkeit, Faulheit, Genußsucht und Undankbarkeit zu Gott. Hinzu kommt der negative soziale Einfluß, weil sich oft Jugendliche dort herumtummeln und sich negativ (gelangweilt, ausgelassen, aufsässig) verhalten. Dies gilt besonders in den späten Abendstunden. Ältere, konservativere Amerikaner haben da bessere Ansichten, denn sie bezeichnen diese Freßtempel als "hellhole" (Höllenloch). Dort werden gottlose DVDs ausgeliehen. Kinder werden manipuliert durch die Spielzeuge, die oft in die Freßtüten hineingelegt werden, da die Spielzeugfiguren häßlich aussehen und unsittsam gekleidet sind. Die Ansiedlung von solchen Freßtempeln ist nicht nur eine Bausünde, sondern schadet auch der Jugendpflege.
Was ist echte Schönheit?
Schön ist das, was gefällt. Häßlich ist das, was mißfällt. Schön ist das Gute, und das Gute kommt aus Gott. "Aus Zion, der Schönheit Vollendung, erscheint Gott im Lichtglanz." Psalm 50:2. In der Gegenwart Gottes wohnt eine unbeschreibliche Schönheit. Je näher wir bei Gott sind, desto mehr von dieser Schönheit können wir erahnen. Im Buch Offenbarung lesen wir diverse Beschreibungen der Schönheit um Gottes Thron (Offb. 4 & 5, 21, 22). Die erste Erwähnung von Schönheit in der Bibel ist in 2. Mose 28:2. Hier wird von den Priesterkleidern Aarons gesprochen, die zur Ehre und zur Zierde dienen sollen. Hier wird Schönheit verbunden mit Heiligkeit. Der Hohepriester heiligte das Volk und brachte Sühnopfer, um es mit Gott zu versöhnen. Der Hohepriester ging einmal im Jahr in das Allerheiligste der Stiftshütte zur Versöhnung des Volkes. In diesem Allerheiligsten ruhte die Gegenwart der Herrlichkeit Gottes. Wahre Schönheit hat also etwas heiliges und priesterliches und somit Zugang zur Herrlichkeit Gottes (5:1).
Heiligkeit macht schön
Drei Frauen werden im Buch der Offenbarung erwähnt. Israel personifiziert in Maria (Offb. 12). Die Hure Babylon (trügerische Schönheit ohne Heiligkeit, Offb 17,18). Die Braut Christi (Gemeinde Jesu, Offenbarung 19). Die wahre Schönheit der Braut Christi ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Wir sollen den Herrn anbeten in der "Schönheit der Heiligkeit" ("beauty of holiness", King James Bibel). Dieser Begriff wird viermal in der Bibel erwähnt in 1. Chr. 16:29, 2. Chr. 20:21, Ps. 29:2, Ps. 96:9. Betet den Herrn an in heiligem Schmuck! Im Alten Bund sind damit auch die Kleider der Priester gemeint, die an der Stiftshütte und im Tempel dienten. Wahre Schönheit leitet sich also aus Gottes Heiligkeit ab. Wenn man also von Gott abfällt, dann verliert man die wahre Schönheit. Der Kult der Häßlichkeit ist entstanden, und er offenbart sich überall, wo das Böse gut und das Gute böse geheißen wird. Das schlägt sich dann auch in der Architektur nieder. Es gibt "Kirchen", deren bloße Architektur nicht anderen ist, als eine Auflehnung gegen Gott. Auch in der Musik ist der Kult der Häßlichkeit bemerkbar. Musik soll dazu dienen, Gott zu ehren. Deshalb ist die Musik von Johann Sebastian Bach auch heute noch weltbekannt. Die Häßlichkeit regiert in den Musikrichtungen, die Gott nicht ehren. Rock und Rap-Musik, deren Texte stets in Auflehnung zum neuen Gehorsam in Christus stehen, drücken schon durch Rhythmus, Takt und mangelnder Harmonie Häßlichkeit aus. Die Musik erzeugt häßliche aufgewühlte Emotionen, die Menschen aggressiv, lasziv und rebellisch macht. Lieber Flug- und Maschinenlärm als unheilige, häßliche Musik.
Die 2:1-Regel - Das Maß der Schönheit
Heute benutzt die Fotografie die 2:1-Regel, um ein "schönes Foto" zu erstellen. Man soll das Foto in 3 horizontale und vertikale Linien teilen und das Motiv bzw. den Horizont an den Trennlinien der Drittel ausrichten. Diese Regel stammt jedoch nicht von Fotografen, sondern von Gott, denn überall in der Bibel begegnet uns diese Regel von Genesis zu Offenbarung. Wir sollen Gott in der Schönheit der Heiligkeit anbeten. Dazu müssen wir verstehen, daß das Heiligtum Gottes auch 2:1 geteilt ist. In der Stiftshütte Moses sowie im späteren Tempel war das Heilige vor dem Vorhang zweimal so groß wie das Allerheiligste, in dem die Bundeslade stand. Gott teilt sein Heiligtum 2:1. Das Heiligtum befindet sich wiederum in einem Drittelbereich des Vorhofs (2. Mose 25-27). Wenn wir regelmäßig über das Wort Gottes nachsinnen, kann Gott uns zeigen, inwiefern diese 2:1-Teilung auf praktische Situationen und Lebensbereiche angewandt werden kann. 2:1-Teilungen treten immer wieder in der Bibel auf.
Schönheit der Schöpfung zeugt vom Schöpfer
Es ist auffällig, daß Kinder oft in ihren Zeichnungen und Bildern die Natur abmalen - Pflanzen, Bäume, Tiere und Menschen. Die Schönheit, die vom heiligen Gott stammt, ist auch in der Natur reflektiert trotz der Entstellung durch die Vergänglichkeit. Schön sind die Bilder und Kunstwerke, die die Schönheit der Natur wiedergeben. Häßlich ist die Kunst, die weder Proportion, Klarheit, Stimmigkeit, Perspektive oder Natürlichkeit kennt.
Ursprung der Häßlichkeit
Die Vergänglichkeit in der Natur jedoch kam aus der Sünde und letztlich aus der Auflehnung Satans gegen Gott. Satan war einst Luzifer, der schützende Cherub (ein Engelwesen). Er wurde als das Siegel der vollkomenen Schönheit bezeichnet (Hes. 28:11-19). Lesen Sie in diesen Bibelversen die Beschreibung von Kunst & Musik. Mit seiner überheblichen Auflehnung gegen Gott wurde Luzifer zum Satan. Aus der Schönheit wurde Häßlichkeit. Die Schönheit nutzt der Satan bewußt als Verführungsmittel. Satan wird als der Gott dieser Welt bezeichnet und steckt Satan hinter den irdischen Weltreichen mit ihrem Prunk. So beschreibt Hesekiel 28 gleichzeitig den Aufstieg und Fall vom Fürst von Tyrus sowie des Satans. Jesaja 12 beschreibt gleichzeitig den Aufstieg und Fall vom König von Babylon, der nur Synonym für Aufstieg und Fall des Satans ist. Mit eben dieser vermeintlichen Schönheit irdischer Reiche wollte der Satan den Herrn Jesus in der Wüste versuchen (Mt. 4:8-11). Wahre Schönheit beinhaltet aber stets die Heiligkeit Gottes. Sie betet Gott an und fällt nicht nieder vor Satan. Ohne Heiligung gibt es auch keine Heiligkeit. In einer Welt, wo Schönes zerstört wird und Häßlichkeit mit viel Geld aufgebaut wird, müssen wir unseren Sinn mit dem Schönen füllen. Wir werden in Philipper 4:8 angewiesen, darauf bedacht zu sein. Die Häßlichkeit, die sich häufig in Musik, Kunst und Architektur befindet, ist eine subtile Anti-Gott-Botschaft. Mancher schmucklose Kirchenbau der Nachkriegszeit sieht aus wie die architektonische Version von Psalm 14,1: "Der Narr spricht in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott." Achten wir auf das, was unseren Augen wohlgefällt. Enspringt das, was uns gefällt, der Heiligkeit Gottes? Schönheit ohne Heiligkeit ist Häßlichkeit. Das Unheilige kann niemals schön sein.







